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"Wir können die Windrichtung nicht bestimmen, aber wir können die Segel richtig setzen." (unbekannter Autor)

Last Monday - der etwas andere "Stammtisch"

Ein "last monday" ist vor allen eins - VERLÄSSLICH.

Er findet immer:

  • am gleichen Tag (z.B. letzten Montag eines Monats)
  • am gleichen Ort
  • zur gleichen Zeit

statt.

Er besteht immer aus:

  • einem ersten thematischen Teil
  • einem anschließenden sozialen Beisammensein

Dadurch etabliert sich der "last monday" als informelles, regelmäßiges Treffen (der Interessensgruppe), als eine willkommene monatliche Routine bei der man Freunde und Gleichgesinnte trifft, ohne extra separat einen Termin zu einem Treffen "auf ein Bier" ausmachen zu müssen.

Damit eignet sich ein "last monday" für unterschiedliche Interessensgruppen zum Erfahrungsaustausch, Wissenstransfer und Vernetzung, z.B.:

  • Geschäftsführung und Manager von Unternehmen und Handwerk untereinander zu Unternehmensthemen
  • zwischen Politik, Wirtschaft und Bürgern
  • zwischen Initiativen zur Stadtentwicklung in Kultur, Bildung, Wirtschaft, Transport, Sport, Politik etc.

Ein "last monday" vernetzt Netzwerke. Weil kein Netzwerk langfristig jeden Monat ein eigenes wirklich interessantes Thema hat, bzw. die Teilnehmer nicht so viel Zeit haben, jeden Monat einen Tag für Themen nur eines Netzwerkes "zu opfern", wird ein "last monday" von mehreren Netzwerken (3-6) gemeinsam und kooperativ betrieben (die sich mit Ihrem Angebot an eine ähnliche Zielgruppe richten, z.B. KMU-Geschäftsführer).

Steinturm lang Wolken
 


Beschreibung Geschichte Beispiele Partnersuche  

Beschreibung der "Last Monday - Methode"

Sie können es natürlich auch "Last Monday - Konzept" nennen :-).

Ein "last monday" findet immer:

  • am gleichen Tag (z.B. letzter Montag im Monat)
  • am gleichen Ort (z.B. "Brauerei am Rathaus")
  • zur gleichen Zeit (z.B. 18:30 Uhr)
  • für die gleiche Zielgruppe (z.B. "Geschäftsführer" o. "Bürger, Politik, Kultur, Sport, Wirtschaft") 

statt. Dabei ist "last monday" ein Synonym für diese Event- und Wissensaustausch Methode. Natürlich kann ein "last monday" auch immer an einem "zweiten Donnerstag" im Monat stattfinden.

Wenn Sie den Abschnitt "Geschichte" lesen, finden Sie einige der Hintergründe, die zur "last monday" - Methode führten.

Die Verlässlichkeit und Regelmäßigkeit des "last monday" führt dazu, dass der Termin für die Teilnehmer zu einer regelmäßigen Routine werden kann, ohne dass sie weitere Informationen benötigen. Dies folgt der Erfahrung, dass das regelmäßige Treffen mit Gleichgesinnten durch die Teilnehmer als ausreichender Nutzen empfunden wird. Das Fachthema des Abends ist dann (nur) noch das "Sahnehäubchen" der Veranstaltung. Der entscheidende Vorteil ist, dass ich Freunde/Bekannte und Geschäftspartner hier regelmäßig und verlässlich treffe, ohne gesondert mit ihnen einen Termin "auf ein Bier" vereinbahren zu müssen. Zusätzlich können zu dieser "Freundes-Runde" immer neue Mitglieder aus dem anderen Teilnehmerkreis hinzukommen.

Der "last monday" ist also ein monatlicher Treff mit Freunden/Geschäftspartnern.

Der "last monday" ist eine Kooperation, Zusammenarbeit und Vernetzung von Netzwerken, weil es für nur ein Netzwerk, eine Initiative, einen Verband, eine Interessengruppe etc.:

  • langfristig zu aufwändig ist, jeden Monat ein sehr interessantes, sehr wichtiges Fachthema für die Zielgruppe zu finden
  • viel Aufwand macht, jeden Monat eine Veranstaltung zu organisieren
  • schwierig ist, einen festen Teilnehmerstamm zu begeistern, da z.B. die wenigsten Geschäftsführer jeden Monat einen Abend für die Themen nur einer Initiative opfern möchten.
  • allein schwieriger ist, alle Teilnehmer der gewünschten Zielgruppe mit der Einladung zu erreichen.

Kooperieren dagegen z.B. 3-6 Netzwerkinitiativen, Organisationen oder Verbände:

  • so muss jedes Kooperationsmitglied nur alle 3-6 Monate eine Veranstaltung (Fachthema) organisieren.
  • so laden alle Kooperationspartner gemeinsam über ihre Einladungslisten zu den mtl. Veranstaltungen ein. Somit erhöht sich deren Wahrnehmung und Bedeutung insgesamt.
  • so erleben die Teilnehmer insgesamt durchschnittlich mehr interessante Fachthemen und vor allem als Querschnitt über verschiedene Bereiche ihres Interesses,  z.B. zu ihrer beruflichen Tätigkeit. Der "last monday" wird damit auch fachlich für die Teilnehmer attraktiver.
  • so vernetzen sich auch die Initiativen untereinander und finden eher Synergien und andere Möglichkeiten der Zusammenarbeit auch auf anderen Gebieten.
  • so entstehen Netzwerke der Teilnehmer auch über die Ränder nur einer "Initiative" hinweg.
  • so können gemeinsam interessante Gastveranstaltungen überregionaler Initiativen/Verbände gewonnen werden.

Deshalb wird ein "last monday" in Kooperation von mehreren Initiativen durchgeführt.

Ein "last monday" stellt die Interaktion, den Erfahrungsaustausch und die Vernetzung der Teilnehmer in den Vordergrund, z.B. durch:

  • offene kooperative Formate zur "Bearbeitung" des Fachthemas in Anlehnung an Ideen-Treffs, Learnshops, OpenSpace, BarCamps usw. Es kann sogar in manchen Konstellationen sehr empfehlenswert sein, einige Regeln dieser Formate (Anrede, Augenhöhe/Demokratie, Session-Findung) auch auf einen "last monday" zu übertragen.
  • eine Beschränkung auf kürzere Impulsvorträge der Experten nur zum Start einer moderierten Diskussion (an der sich dann - neben allen Teilnehmern - auch der bzw. die Experten beteiligen)
  • längere Fachvorträge (>20min) nur in begründetet Außnahmefällen. Wobei auch hier auf eine anschließende Diskussion der Teilnehmer hingeführt wird.

In Zeiten des Internet, kann man die meisten Fachthemen recht schnell und einfach "nachlesen". Natürlich kann eine außergewöhnlich große Erfahrung des Referenten (Experten) oder dessen außergewöhnliche Begeisterungsfähigkeit darüber hinausgehen. In den meisten Fällen, sollten jedoch folgende Ziele des "last monday" mit dem Fachthema verfolgt werden:

  • Die Teilnehmer sollten aus der Diskussion zwischeneinander erkennen können, wer sich von den anderen Teilnehmern mit welcher Meinung, Erfahrung und Ansätzen bereits mit dem Thema beschäftigt hat, bzw. beschäftigen möchte, so dass bereits daraus interessante Ansprechparter für das Networking danach aus dem Teilnehmerkreis gefunden werden können.
  • Die Teilnehmer sollen aus ihren gegenseitigen praktischen Erfahrungen lernen, bzw. ihre Ideen und Gedanken dazu aktiv weiterentwickeln können. Deshalb kommt der Moderation der Diskussion der Teilnehmer meist eine höhere Bedeutung zu, als dem fachlichen Vortrag des Experten zu dem Thema.
  • Ist das Fachwissen und die Expertise des "Referenten" entscheident, so sollte er möglichst sein Wissen bedarfsgerecht nach den Fragen der Teilnehmer weitergeben und nicht durch zu fest geschweißte Vorträge versuchen, den konkreten Wissensbedarf der Teilnehmer zu sehr vorwegzunehmen (und damit teilweise neben der Spur zu liegen).
  • Wann immer möglich, sollte eine Diskussion einem Vortrag vorgezogen werden. Dabei sind Diskussionen aller Teilnehmer einer "Podiumsdiskussion" in der Regel vorzuziehen.
  • Die Kreativität und das Wissen der Teilnehmer ("wisdom of the crowds", auch "Schwarmintelligenz") sollte regelmäßig zu innovativen Themen (z.B. als Brainstorming) genutzt werden, da dies die Vernetzung der Teilnehmer untereinander besonders fördert.

Generell ist jedoch auch die "klassische" Stammtischvariante mit einem Vortrag (ca. 60 min) und dem anschließenden Networking in einem "last monday" möglich.

Ein "last monday" ersetzt ein "Treffen auf ein Bier" zwischen Freunden. Dementsprechend bieten sich unterschiedliche Veranstaltungsorte an, z.B. Cafés, Hotels, Brauhäuser, Gaststätten usw. Günstig ist es, wenn der Veranstaltungsort über eine eigene Gastronomie verfügt und diese Gastronomie einer der Standard-Geschäftszweige des Veranstaltungsortes ist.

Den "last monday" Ansatz zum Veranstaltungsort möchte ich am Beispiel eines "Brauhauses" erläutern:

  • Mit dem Besitzer des Brauhauses wird die monatliche Durchführung des "last monday" vereinbart.
  • Dafür reserviert der Besitzer monatlich am gleichen Tag für die "last monday" - Zeit den gleichen (ausreichend großen und geeigneten) Raum.
  • Jeder Teilnehmer am "last monday" bezahlt seinen Verzehr selbst. (Natürlich kann man auch hier einen Geschäftspartner einladen.)
  • Je nach individuellem Ansatz kann sinnvoll sein: Damit der Wirt/Besitzer für die Reservierung mit einem angemessenen Umsatz rechnen kann, zahlt jeder Teilnehmer beim Einlass z.B. 10,-Euro für einen "Verzehrgutschein". Diesen nutzt der Teilnehmer dann zur Bezahlung der ersten 10,-Euro seiner Rechnung. Eine Erstattung findet nicht statt. Jeder Teilnehmer hat nur einen Gutschein und jeder muss beim Eintritt genau einen erwerben (somit helfen auch eigene Farbkopien nicht weiter ;-).
  • Ansonsten gilt für die Verpflegung ganz normal die Speise- und Getränkekarte des "Brauhauses". Es wird auch sonst "normal" bestellt und abgerechnet.
  • Neben dem planbaren Umsatz für den "Wirt", lernen die Teilnehmer natürlich auch das "Brauhaus" (besser) kennen. Deshalb ist der "last monday" auch eine gewisse Kundenwerbung für den Besitzer/Betreiber des "Brauhauses".

 Diesem "last monday" Ansatz für den Veranstaltungsort liegt folgende Logik zugrunde:

  • Die "last monday" Organisatoren haben nur einen minimalen Aufwand wegen des Veranstaltungsortes. Sie können sich voll auf die Themen und fachlichen Inhalte konzentrieren (ggf. noch auf Zubehör für den "Vortrag" und die Diskussion).
  • Der Veranstaltungsort ist zugelassen, meist den Teilnehmern aus dem "normalen" Leben bekannt und ein Ort, an dem sie sich auch sonst "auf ein Bier" getroffen hätten.
  • Der Besitzer/Betreiber des Veranstaltungsortes hat Erfahrung in der reibungslosen Durchführung solcher "Gruppenveranstaltungen". Die "last monday" Organisatoren müssen sich darum nicht kümmern.
  • Es ist keine Sponsorensuche für das Catering und den Ort erforderlich. Es gibt auch nicht die Notwendigkeit, dem jeweiligen Sponsor extra "Werbezeiten" (Vorträge etc.) einzuräumen. Es nimmt auch kein Teilnehmer indirekt Vorteile durch das Sponsoring an.
  • Durch die "normale" Speise- und Getränkekarte fühlt sich auch kein Teilnehmer mit der Gutscheinvariante übervorteilt.

Die Erfahrungen aus einigen Veranstaltungen und Themen müssen zeigen, mit welchen regelmäßigen Teilnehmerzahlen zum jeweiligen "last monday" zu rechnen ist. Eine Event-Einladung mit Anmeldung (wie derzeit beispielsweise über die XING Eventplanung) kann ebenfalls zur Vorabschätzung der konkreten Teilnehmerzahl sinnvoll sein. Es ist günstig, wenn das "Brauhaus" ggf. über mehrere Räume für unterschiedliche Teilnehmerzahlen verfügt, damit variabel reagiert werden kann.

Bei sehr großen Teilnehmerzahlen, können natürlich auch Sonderregelungen für die Verpflegung mit dem "Brauhausbesitzer" vereinbart werden :-).

Viel Erfolg bei Ihrem Last Monday

Dirk Liesch

PS:  Natürlich können Sponsoren trotzdem Sinn machen, um zum Beispiel bekannte Experten zum Event zu holen, oder den Aufwand der Organisation des "last monday". Außerdem verursachen Internet Kommunikation und ggf. Publikationen (Flyer) Aufwand.


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Dirk Liesch
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